Ortstermin Mittwoch, 20.01.2010.
Teilnehmer: Bausachverständigen (bereits bekannt als Herr Sch.), ein Monteur der Heizungsbaufirma und CrazyDad.
Ich war an diesem Tag aus terminlichen Gründen leider verhindert, konnte also nicht teilnehmen, was mich immer noch ein wenig ärgert. Somit kann ich auch nur aus zweiter Hand erzählen, so gut es eben geht.
Die Heizungsbaufirma hatte ja entsprechende Auflagen seitens des Bauträgers und des Bausachverständigen bis zu diesem Termin erhalten, mitunter die Berechnung explizit für unser Haus nochmals durchzuführen und vorzulegen.
Dies war auch die erste Frage des Herrn Sch. an den Monteur, der ihm aber frei von der Leber weg gesagt hat, dass sein Chef dies nicht für notwendig gehalten hätte. Die Berechnung sei in der Bauphase für ein Haus gemacht worden und diese sei für alle 17 Häuser als Grundlage verwendet worden.
In dieser Siedlung stehen tatsächlich 17 Häuser, wobei aber nur 16 fast baugleich sind. Ein Haus, also das 17te hat ungefähr 50 m² mehr Wohn-/Nutzfläche (wenn das überhaupt reicht) und hat weder von außen noch von innen irgendeine Ähnlichkeit mit den 16 restlichen Häusern.
Und genau die Berechnung für Haus 17 wurde als Grundlage für alle Häuser verwendet!!!
Diese Tatsache und die Nichteinhaltung der Vereinbarung trieb dem Herrn Sch. die Zornesfalten ins Gesicht. Umgehend verließ er das Haus um mit dem Chef der Firma ein Telefonat zu führen.
Währenddessen hat der lt. CrazyDad scheinbar tatsächlich kompetente Monteur seine to dos abgearbeitet. Brenner, Kessel und die Einstellungen und Werte überprüft – waren alle in Ordnung. Nachdem der Wasserdruck der Anlage zwar nicht zu niedrig war (1 Bar), aber an der untersten Grenze, hat er Wasser nachgefüllt, also den Wasserdruck auf Maximum (2 Bar) erhöht.
Er war sehr verwundert, dass wir weder im Besitz eines dafür notwendigen Schlauches sind noch dass wir wußten, dass man dies regelmäßig prüfen und ggfs. auch nachfüllen muss.
Dies hätte uns alles bei der Übergabe seitens der Heizungsbaufirma mitgeteilt bzw. zur Verfügung gestellt werden müssen (vor fast 4 Jahren).
OG – nochmal schnell das dortige Problem:
Büro – keinerlei Heizleistung; Schlafzimmer Fussboden immer warm, obwohl Ventil seit dreieinhalb Jahren auf null.
Ergebnis nach Überprüfung durch den Monteur: Die Heizkreise wurden im Heizkreisverteiler vertauscht und somit ist es so, dass wenn man im Büro die Heizung an macht, es im Schlafzimmer warm wird und eben andersherum. Jetzt war es aber bis vor kurzen so, dass wird im OG in keinem dieser Zimmer die Heizung an hatten, der Fussboden im Schlafzimmer aber trotzdem immer warm war.
Das lag jetzt wiederrum daran, dass das Ventil im Schlafzimmer defekt bzw. falsch montiert wurde. Der Kupferdraht war eingeklemmt, sodass es immer auf Vollgas gelaufen ist. Dafür kann aber die Heizungsfirma jetzt mal nichts.
Wir haben die Raumthermostate genauso wie alle Lichtschalter als Sonderausstattung von GIRA über den Elektriker bezogen und diese Firma hat das auch alles montiert – also sind die Schuld. Der Heizungsmonteur hat es freundlicherweise aber trotzdem repariert und seitdem ist es in unserem Schlafzimmer ungewohnt kalt.
DG – das eigentliche Problemkind
Auch hier hat er alle Raumthermostate, den Zu- und Ablauf in den Heizkreisen auf Wärme überprüft und die Heizkreise entllüftet (das hat er übrigends auch alles im EG und OG gemacht). Lt. seiner Aussage wurde durch den erhöhten Wasserdruck im Brenner wohl ein sogenanntes Luftloch in einem der Heizkreise im DG entfernt, was wohl der Grund für die nicht vorhandene Heizleistung gewesen sein muss.
Und was soll ich sagen, am Abend also wenige Stunden später war das Dachgeschoss plötzlich warm, also wirklich warm.
Seitdem steht wieder das Dauermessgerät im DG und nachdem wir alle anderen Räume auf normal heizen eingestellt haben, das DG auf volle Kraft musste Fia14 in der Nacht die Heizung runterdrehen, weil sie bei 28°C (!!!) einfach nicht schlafen konnte.
So sieht das jetzt erst mal aus.
Die Neuberechnung der Einstellung für unser Haus wird seitens des Bausachverständigen Herrn Sch. trotzdem eingefordert und muss von der Heizungsbaufirma neu erstellt werden, auch wenn jetzt alles in Ordnung sein sollte.
Nach neuesten Infos ist es wohl irgendwie doch möglich einen hydraulischen Abgleich nur mit Berechnung und der richtigen Einstellung der Heizkreisventile zu machen. Dies haben Herrn Sch. mehrere voneinander unabhängige Experten bestätigt, eine hydraulische Weiche sei wohl auch nicht erforderlich.
Ich weiß echt nicht mehr, was richtig oder falsch ist, wem man glauben kann oder soll. Für mich ist die Sache erst abgeschlossen, wenn ich in allen Wohnräumen (Schlafzimmer ist übrigens auch ein Wohnraum) konstant zur gleichen Zeit 20°C und in beiden Bäder 24°C als Ergebnis habe. Dazu gehört auch ein Raum im Keller, der uns als Wohnraum verkauft wurde. Wir haben dort zwar nur die Sauna und ein paar Fitnessgeräte, aber wer wweiß, vielleicht ändert sich dies irgendwann einmal.
Dort sind zwei Flächenheizkörper die noch nie in Betrieb waren und welche lt. Monteur nicht in die Berechnung eingerechnet seien. Wenn diese also jemals in Betrieb genommen werden, würde ein Großteil der Heizleistung schon im Keller bleiben und wir wären wieder am Anfang.
Um meiner Forderung nachweislich gerecht zu werden, die übrigens auf den derzeitigen gesetzlich vorgeschriebenen Temperaturen beruhen, müssten in jedem Wohnraum und den Bädern gleichzeitig diese Dauermessgeräte aufgestellt werden und die Messungen wieder über 8 Tage aufgezeichnet werden.
Mir persönlich sind 20°C Raumtemperatur eindeutig zu wenig, aber wie gesagt, dies sind die Werte die ein Heizungsbauer garantieren muss.
Dann warten wir mal ab wie es weitergeht!


